30. Mai 2015: Ein Baum an der Grenze

Symbol in stürmischen Zeiten

Mit Schaufel und Gießkanne brachten Paneuropa-Kreisvorsitzender Jürgen Hecht, Bürgermeister Johann Maurer und Altbürgermeister Albert Kick (vorne, von links) die Europalinde in die Erde.

Georgenberg. Der Wind pfiff gehörig durch Neudorf, das tat der Festtagslaune aber keinen Abbruch. Unmittelbar an der Grenze zum Nachbarland Tschechien pflanzte der Kreisverband Neustadt-Weiden der Paneuropa-Union eine weitere Europalinde.

Bäume gibt es in dem Georgenberger Ortsteil genug. Ein Europabaum fehlte noch. Der kam am Samstagnachmittag in die Erde. Nicht irgendwo, sondern an symbolträchtiger Stelle. Altbürgermeister Albert Kick, er kümmerte sich um die Vorbereitungen der Aktion, wusste davon zu erzählen. Unmittelbar neben dem Standort der Linde beginnt Tschechien: „Früher gab es hier das Dorf Böhmisch Neuhäusl. Nach dem Krieg verschwanden die Häuser.“

Bürgermeister Johann Maurer würdigte das Engagement der Paneuropa-Union: „Sie setzt sich seit 1922 als älteste europäische Einigungsbewegung für Frieden und Freiheit ein. Es ist ein schwieriges und gleichermaßen wichtiges Unterfangen.“ Mit Details setzte sich Kreisvorsitzender Jürgen Hecht auseinander. Zur Sprache brachte er die finanziellen Probleme in Griechenland und die Austrittsdiskussionen in Großbritannien: „Das sind Probleme, die sich nur gemeinsam lösen lassen. Ich bin davon überzeugt, dass wir es schaffen."

Dass es nicht nur um Sachfragen gehen darf, sondern die Menschen im Mittelpunkt stehen, den Aspekt beleuchtete Bischöflich Geistlicher Rat Antony Soosai: „Gottes Segen bringt sie zueinander.“ Unverzichtbar sei es, immer und überall für Gerechtigkeit einzutreten: „Das ist die Basis für Frieden.“ Handarbeit war zum Abschluss der Feierstunde angesagt. Beifall der Gäste, unter ihnen der Waldthurner Bürgermeister Josef Beimler, galt für den Einsatz mit Schaufel und Gießkanne Maurer, Kick und Hecht.