9. September 2012: Paneuropäisches Picknick

Von Hildweinsreuth nach SopronPaneuropa-Präsident MdEP Bernd Posselt erinnert an „Paneuropäisches Picknick“
Johannes Kijas, Franz Rosner, Bernd Posselt, Jürgen Hecht und Stephan Oetzinger (von links) feierten mit 50 Gästen in Hildweinsreuth. Beim "Mittelpunkt-Fest" spielten Aspekte rund um Europa eine wichtige Rolle.

Flossenbürg. (nm) Zum Mittelpunkt-Fest hatte am 9. September 2012 der Kreisverband Neustadt-Weiden der Paneuropa-Union geladen. Am Mittelpunkt Mitteleuropas im Ortsteil Hildweinsreuth ging es nicht zuletzt um Erinnerungen und Gedanken rund um das „Paneuropäische Picknick“. Es fand am 19. August 1989 bei der ungarischen Stadt Sopron, nahe der österreichischen Grenze, statt.

Kreisvorsitzender Jürgen Hecht und Franz Rosner, der sich vor Ort um die Organisation kümmerte, freuten sich mit dem Präsidenten der deutschen Paneuropa-Union MdEP Bernd Posselt und Bundesgeschäftsführer Johannes Kijas über Stunden mit einer Mixtur aus Geselligkeit und Grundsatzaussagen. Posselt setzte sich in seiner Ansprache mit der Granitscheibe – sie zeigt einen Ausschnitt aus dem Globus mit Hildweinsreuth im Zentrum – auseinander: „Es ist ein markantes Symbol. Aber es zählt nicht nur das Sichtbare, es geht vor allem um die Werte, für die es steht.“

Konkret gemeint waren „Frieden und Freiheit“, auf die hinter der tagesaktuellen Politik manchmal fast schon vergessen werde: „Eine Vision verwandelte sich mit dem Fall des Eisernen Vorhangs in Realität. Wir sollten trotz aller Probleme alles dafür tun, das ‚Haus Europa’ zu erhalten und weiter auszubauen.“

Lobende Worte galten dem Kreisverband Neustadt-Weiden, der dafür eintrete, paneuropäisches Gedankengut nicht zur Nebensächlichkeit werden zu lassen. Auch das Geschehen in Sopron – es gilt als wichtige Station auf dem Weg hin zur deutschen Einheit – gehöre dazu. Musikalisch unterhielt am „Mittelpunkt“ die „Blaskapell’n Flossenbürg“. Die Gruppe um Franz Völkl hatte neben bayerisch-böhmischen Melodien auch die Europahymne mitgebracht.